DAS DOKU DRAMA „VERDINGER“ NUN STREAMEN

Der Dokumentarfilm mit nachgespielten Szenen hat eine Länge von 90 Minuten und erzählt die Lebensgeschichte von Alfred. Der heute 82 Jährige ist in Achern bei Frutigen geboren. Alfred und seine 5 Geschwister wurden von ihren Eltern mit viel Liebe und Geborgenheit aufgezogen. Der Vater arbeitete gelegentlich als Rucksackbauer; sie waren arm, hatten aber dennoch die Nestwärme, die sie benötigten.

Mit 7.5 Jahren wurde Alfred erstmals verdingt, denn durch die schwere Krankheit seiner Mutter konnte der Vater nicht mehr für alle Kinder sorgen. So beginnt die Verdingzeit, die ihn das Leben lang in jeglicher Form begleitet: Noch heute spührt er den Hunger, die Schläge und die Kälte sowie den Verlust der Eltern.

Er spricht über seine Wünsche, Hoffnungen und Ängste und erzählt, wie er trotz aller Benachteiligungen sein Leben bis heute meistern konnte.

Der Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte von Alfred. Die Zeit als Verdingkind im Berner Oberland hat ihn das ganze Leben lang begleitet. Er spricht über seine Wünsche, Hoffnungen und Ängste und erzählt, wie er trotz aller Benachteiligungen sein Leben bis heute meistern konnte. Jetzt streamen auf streamen!

Geniessen Sie den Film auf DVD oder Blu-Ray – jetzt als Vorbestellung in unserem Shop erhältlich. Zusätzlich zum Kauf erhalten Sie einen Streaming-Code für VIMEO, so geniessen Sie den Film in 4K Qualität auf Ihrem TV oder Computer.

“Die Dokumentation über den ehemaligen Verdingbub geht direkt unter die Haut”

TAGESANZEIGER

“Nach dem Film verstehe ich das Wort „verdingen“, einen Menschen versachlichen, zum Gegenstand machen.“

Hanspeter Bärtschy

FEEDBACK AUS TORONTO

DAS BUCH ZUM FILM

Historisches Material, aktuelle Aufnahmen und Szenen-Bilder von den Drehorten im Berner Oberland sowie Making-Of-Bilder illustrieren die Texte. Zudem liefern folgende Gastautorinnen und Autoren wertvolle Fachinformationen zum Thema: Dr. Loretta Seglias, Dr. Barbara Studer – Immenhauser, Professor Dr. Dr. Andreas Maercker, Professor Dr. Kornrad Michel, Professor Dr. Herbert Mader, Prof FH em. Christoph Häfeli, Professor Dr. Jean Ziegler. Mehr Infos finden Sie auf der offiziellen Website.

DER SONG „VERDINGER“

Boris Bittel spielt Gitarre und singt in berndeutscher Sprache. Inspiriert durch das Leben, durch seinen Alltag im Job und seine Heimatstadt Bern, sind im 2018 seine ersten eigenen Lieder entstanden. Für den Dokumentarfilm hat er 2019 mit seiner Frau Corinne das Titellied zum Film „VERDINGER“ komponiert und geschrieben.

Zu seiner Melodie, die er mit der akustischen Gitarre spielt, wird er durch die Violistin Rahel Aebersold und das Jodlerdoppelquartett Steinenbrünnen, Lanzenhäusern unterstützt.

Seine erste CD mit 11 Songs inkl. Original-Titellied „Verdinger“ erscheint am Tag der Filmpremiere. Sie können die CD in unserem Shop bereits vorbestellen oder auf Spotify anhören.

GRUNDTHEMATIK VERDINGKINDER

Verdingkinder, meistens Waisen und Scheidungskinder, wurden von 1800 bis in die 1960er-Jahre von den Eltern weggegeben oder von Behörden den Eltern weggenommen und Interessierten öffentlich feilgeboten. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Kinder oft auf einem Verdingmarkt versteigert. Den Zuspruch bekam jene Familie, die am wenigsten Kostgeld verlangte. Betroffene beschreiben, dass sie auf solchen Märkten «wie Vieh abgetastet wurden». In anderen Gemeinden wurden sie wohlhabenderen Familien durch Losentscheid zugeteilt. Zugeloste Familien wurden gezwungen, solche Kinder aufzunehmen, auch wenn sie eigentlich gar keine wollten. Sie wurden meistens auf Bauernhöfen eingesetzt. Dort wurden sie oft wie Sklaven bzw. Leibeigene behandelt und für Zwangsarbeit ohne Lohn und Taschengeld eingesetzt. Nach Augenzeugenberichten von Verdingkindern wurden sie häufig ausgebeutet, erniedrigt oder gar vergewaltigt. Einige kamen dabei ums Leben. Misshandlungen wurden nur sehr selten verfolgt. Wenn solche behördlich festgestellt wurden, wurde den Pflegeeltern das Recht, neue Verdingkinder zu erwerben, für mindestens fünf Jahre entzogen.